headerphoto

News

Feb 19, 2013

Spielbericht Niehl-GSV


 

Spielbericht Niehl - GSV

Akkurat gespielte zweite Halbzeit reicht dem GSV nicht für einen Punktgewinn.

Kategorie: News
Erstellt von: admin

Ärgerliche 2:1-Pleite! Prometheus Porz verschläft im Ford-Werk den Arbeitsbeginn und reist mit leerem Punktescheck nach Hause – Mannschaft im zweiten Abschnitt für gutes Spiel nicht belohnt!

Anschlusstreffer von Thorsten Seipp gab Hoffnung, aber es fehlte der letzt Kick – CfB Ford Niehl reichten am Ende schnelle 17 Minuten für den "Dreier" – Trotz Roter Laterne Kompliment von Coach Slickers für tolles Engagement!

Nach einer intensiven 7-wöchigen Vorbereitungsphase fuhr Aufsteiger GSV Prometheus Porz erwartungsvoll zum Auswärtsduell beim CfB Ford Niehl. Allerdings konnte Neu-Coach Karl Slickers nicht auf seine Wunschformation zurückgreifen, da einige Akteure mit Grippe und Verletzungen passen mussten. Trotz einer ansprechenden Leistung über 60 Minuten ging die Equipe nach 93 Minuten mit 1:2 als Verlierer vom Platz, womit die Sorgenfalten im griechischen Lager sicherlich einen weiteren kleinen Seitenhieb erhielten. Die Mannschaft bleibt am Tabellenende mit einem 6-Punkte-Rückstand auf den rettenden 13. Platz.

Die Hausherren des CfB nahmen dann auch gleich mit dem Anpfiff das Heft in die Hand und kontrollierten das Geschehen. Dabei gefiel die Mannschaft von Christian Gorek mit einer spielerischen Leichtigkeit auf dem phantastischen neuverlegten Kunstrasen. Mit schnellem Kombinationsspiel und enormen Laufaufwand beeindruckten die Gastgeber den Aufsteiger schnell, der zu Beginn nicht so recht ins Spiel fand.

Dazu passte dann auch der 1:0-Führungstreffer der Niehler Elf, als David Becker nach 4 Minuten einen scharfen Flankenball in den Strafraum so unglücklich mit dem Kopf verlängerte, dass Keeper Götsch das Leder unhaltbar passieren lassen musste. Das saß erstmal und gab der Gorek-Elf Spielsicherheit. Prometheus lief in dieser Anfangsphase oft nur hinterher, stand viel zu weit weg von den Gegenspielern und wirkte erneut leicht verunsichert.

Besonders über die rechte CfB-Angriffsseite kamen die Gastgeber immer wieder gefährlich in Porzer Tornähe. Mit langen Bällen auf die schnellen Spitzen wurde die GSV-Defensive ein ums andere Mal überrumpelt. So auch in der 17. Min., als der Gastgeber erneut einen Defensivlapsus von Prometheus gnadenlos ausnutze, von der rechten Außenseite konnte Valerio De Sousa nach schneller Kombination seelenruhig durchs Zentrum den freistehenden Coskun Özavci bedienen, der trocken zum 2:0 für den CfB einlochte.

Das Ensemble von Coach Karl Slickers erholte sich langsam von dem Doppelschock, was aber auch daran lag, dass die Hausherren schon jetzt einen kleinen Gang zurückschalteten. Die Ford-Elf blieb zwar gefährlich, doch Prometheus zeigte fortan Stück für Stück eine Trotzreaktion und kam langsam besser ins Spiel. Der Aufsteiger besann sich nun endlich auf seine kämpferischen Tugenden und kam mit dieser Marschrichtung besser zurecht.

Folglich kam auch die CfB-Defensive in Bedrängnis und konnte sich nach 32 Minuten beim Aluminium bedanken, als ein Kopfball von Dirk Seipp nur den Querbalken strich. Auch in der Restzeit des ersten Abschnitts war die Slickers-Elf das bessere Team, weil sie fortan mehr Leidenschaft und Laufbereitschaft an den Tag legte. Auf der rechten GSV-Angriffsseite blieb Felix Tamme zunächst noch blass, während sich Jamal Habone auf der linken Seite mit einigen guten Aktionen in Szene setzen konnte. Sturmtank Anton Vasiliev hatte kurz vor der Pause noch eine gute Gelegenheit, aber es blieb beim 2:0 für den CfB.

Im zweiten Abschnitt machte die Prometheus-Elf dort weiter wo sie aufgehört hatte und stemmte sich mit Vehemenz gegen die drohende 11. Niederlage. Trainer Karl Slickers hatte mit Thorsten Seipp eine weitere Offensivkraft gebracht. Die Elf zeigte sich jetzt wesentlich bissiger und aggressiver, was den Ford-Mitarbeitern überhaupt nicht schmeckte. Die Gastgeber zogen sich zwar geschickt zurück, um mehr Raum fürs Konterspiel zu haben, doch der Neuling ließ auch hier nichts mehr zu und überzeugte mit Ruhe und Kompromisslosigkeit.

Nach 52 Minuten hatte Felix Tamme den Anschlusstreffer auf dem Fuß, als er sich völlig frei im CfB-Strafraum die Kugel auf seine „linke Klebe“ legte, aber weit verzog. Prometheus investierte weiter und wurde dann auch für den enormen Aufwand belohnt. In der 69. Min. stieg Thorsten Seipp nach einer gut getimten Tim Tonat-Flanke in „Air Jordan-Manier“ hoch und versenkte den Flankenball per Kopf in den Kasten von Keeper Pelikan. Das gab noch einmal einen kräftigen Schub für die Porzer, die jetzt mehr und mehr zu guten Gelegenheiten kamen, jedoch im Abschluss die vielzitierte Kaltschnäuzigkeit vermissen ließen.

Bei der Gorek-Elf fiel auf, dass sie konditionell stark abbaute, was der Prometheus-Leidenschaft in die Karten spielte. 15 Minuten vor dem Spielende schickte Trainer Karl Slickers mit Thomas Jung einen weiteren Offensivspieler aufs Feld. Die Partie verlagerte sich mehr und mehr in die Niehler Hälfte. Obwohl den Gästen die aufopferungsvolle Bereitschaft nicht abzusprechen war, fehlte dann im entscheidenden Moment der tödliche Pass in die Spitze.

5 Minuten vor Toreschluss warf Slickers noch Marten Brünemann ins Gefecht, doch auch er konnte der Partie keine entscheidende Wende mehr geben. Der durchschnittlich leitende Referee Kevin Orbach pfiff dann das Match nach 93 Minuten ab, wo man im CfB-Lager tief durchatmen musste, dass die Partie noch gerade so erfolgreich gestaltet werden konnte. Prometheus Porz reist am kommenden Donnerstag zu TuS Marialinden (Nachholspiel/19:30 Uhr) und empfängt am Sonntag das Starensemble von TuS Homburg-Nümbrecht.

Kurzkommentar Prometheus-Coach Karl Slickers: "Wir waren in der ersten halben Stunde nicht präsent genug und haben dumme Tore kassiert. Danach muss ich meiner Mannschaft ein dickes Kompliment machen wie sie sich mit allen Mitteln gegen die drohende Niederlage gestemmt hat. Das verdient Respekt und Anerkennung und zeigt, das wir den richtigen Weg eingeschlagen haben, auch wenn wir heute noch punktlos geblieben sind. Vielleicht hatte der ein oder andere eine zu große Erwartungshaltung, dass Spiel heute hat uns gezeigt, dass wir uns jedes kleine Stückchen Glück mit viel Arbeit verdienen müssen. Trotz der Niederlage gibt’s Anerkennung für die Mannschaft.“

So spielte der GSV:
Götsch, Becker, Busse, D. Seipp, Tonat, Tamme, Barowski, Knauf, Habroune, Ramig, Vasiliev, T. Seipp, Jung, Brünemann

headerphoto contract ulmer spalding spalding